Peinlich, peinlich
T-Mobile-Kunden hat man gestern auf eine harte Probe gestellt. Zwischen 16 und 19 Uhr fiel das gesamte T-Mobile Netz aufgrund eines Software-Problems aus. Sprach- und SMS-Nachrichten waren von diesem Ausfall betroffen, Datendienste jedoch nicht.
Als Entschädigung gibts nun am Sonntag, den 26. April, Frei-SMS in alle Netze für alle Kunden. Ob das wohl alle Kunden beschwichtigen wird? Rechtliche Schritte gegen T-Mobile werden wohl keinen Erfolg haben, da T-Mobile Schadensersatz bei Ausfällen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen wohl ausschließt.
Ryanair weiterhin auf Irrsinnskurs
Schon mit der grandiosen Idee, die Kunden mit einer Toilettengebühr zu knebeln, hatte Ryanair vor kurzem auf sich aufmerksam gemacht. Glücklicherweise scheiterte die Idee „letztlich aber an simplen technischen Hindernissen. Boeing kann keine Toilettentüren mit Münzschloss machen, sagte O'Leary“ (reuters).
Ganz ehrlich, wie verblendet und geschäftsschädigend kann man denn eigentlich vorgehen? Dazu passt auch prima die folgende Aussage:
Selbstbewusstsein demonstrierte der Manager auch, was das Verhältnis zu Konkurrenten anbelangt. "Wir könnten Lufthansa [...] übernehmen", sagte er mit Verweis auf den höheren Börsenwert von Ryanair. Aber Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber könne "ruhig schlafen, wir werden das nicht tun" (reuters)
Ja ne, ist klar, Daumen hoch.
Und schwupps. Die nächste TOP-Idee zum Passagiere verärgern ist da: Billigflieger Ryanair plant Sondergebühr für Übergewichtige
Internetsperre kommt
Frau von der Leyen(haft) hat es geschafft: Der geplante Internetfilter gegen Kinderporno-Websites wird kommen. Möglicherweise auch die gesetzliche Grundlage, die einige (andere) Provider vor der Implementierung eines Filters fordern. Schön zu sehen, dass es der Politik möglich ist, durch bewusste Fehlinformation der Bürger und dem Totreden klarer Fakten, einen Internetfilter einzurichten.
Aktuelles Beispiel ist ein Artikel auf onlinekosten.de, in welchem es um den Sperr-Vertrag für die Provider geht. Ganz zum Schluss eine Passage, wie man sie oft liest. Einfach vom BKA (oder anderen Ministerien) übernommen und natürlich ohne Belege:
„Nach Ansicht des Bundeskriminalamts kann ein Großteil der Nutzer von Kinderporno-Seiten mit solchen Sperren gestoppt werden. Jeden Tag sollen bis zu 400.000 Zugriffe auf solche Seiten verhindert werden. Mit Kinderpornografie im Internet werden jedes Jahr Millionenbeträge umgesetzt.“
Ich liste nun einfach mal ein paar Links auf:
Und ich will auch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich schreiben, dass ich keineswegs Kinderpornographie toleriere oder gutheiße. Doch ich würde es begrüßen, wenn man die hier eingesetzten Kräfte lieber zur Ermittlung der Täter beruft. Ein Kinderpornofilter bringt keinen einzigen Schuldigen hinter Gitter!