Lust auf Fußball?
Die Rückrunde der Fußball-Bundesliga der Herren hat zwar dieses Wochenende erst begonnen, doch einige lechzen aufgrund jüngst überstandenen Winterpause nach mehr. Für all jene habe ich nun einen guten Tipp. Eurosport und Eurosport HD übertragen alle Spiele des Afrika Cups 2012 live.
Beim Africa Cup of Nations stehen sich die 16 besten afrikanischen Nationalmannschaften gegenüber. Rekord-Titelträger ist Ägypten: Die 'Pharaonen' gewannen bisher sieben Mal die Afrikameisterschaft, darunter die letzten drei Turniere 2006, 2008 und 2010.
Seit dem 21. Januar und noch bis zum 12. Februar 2012 kommen Fußball-Enthusiasten also voll auf ihre Kosten. In 32 Spielen treffen die 16 National-Teams aus Afrika aufeinander. Es warten also mindestens 2.880 Minuten Spielzeit auf euch.
Blackout Day
Einen großangelegten Blackout nutzen derzeit viele Website-Betreiber und Blogger als Mittel um ihren Unmut über die amerikanischen Gesetzesentwürfe SOPA und PIPA kund zu tun. Sie schalten ihre Seiten aus Protest ab, „zensieren“ auffällig einige Passagen ihrer Seiten oder überlagern ihre Logos mit breiten, schwarzen ZENSIERT-Bannern.
Aktivisten sind jedoch nicht nur in den USA anzutreffen. Auch hierzulande sind die Menschen besorgt über die Entwicklung in den USA. Sie befürchten durch die Gesetzesentwürfe Einschnitte für bekannte US-amerikanische Seiten, die auch hierzulande aktiv und geschätzt sind (z. B. Wikipedia).
Zwar wurde die deutschsprachige Version der Wikipedia - im Gegensatz zu ihrem englischsprachigen Pendant - nicht für 24 Stunden „geschwärzt“, eine Protestseite mit weiterführenden Informationen ist jedoch durch einen Banner auf jeder Artikelseite verlinkt.
Die Initiative "Digitale Gesellschaft e. V." beleuchtet die Gründe, „warum SOPA auch uns angeht“:
Im Rahmen eines sogenannten “Blackout Days” haben sich heute zahlreiche Webseiten verhüllt, darunter die englischsprachige Wikipedia. Sie protestieren damit gegen zwei amerikanische Gesetzesentwürfe, den Stop Online Piracy Act (SOPA) und den Protect IP Act (PIPA). Diese sollen Wirtschaftsinteressen amerikanischer Copyright-Inhaber schützen, haben aber massive Auswirkungen auf die digitale Welt: Internetprovider sollen gezwungen werden, Inhalte proaktiv zu überwachen, Inhalte sollen gesperrt, Suchmaschinen-Treffer nicht mehr angezeigt und Verlinken strafbar werden.
Wer ein WordPress-Blog betreibt und am Protest teilnehmen möchte, kann dies mittels vorbereiteter Plug-Ins tun. Eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Varianten findet ihr hier.
Nachfolgend einige Beispiele der Protestbekundung:
eBay erzwingt PayPal
Habt ihr es schon mitbekommen? eBay hat sich etwas ganz tolles einfallen lassen, um noch mehr Geld einzunehmen. So wird in einer aktuellen Mail an alle registrierten eBay-Nutzer über eine „wichtige Regeländerung für Verkäufer“ informiert. Plakativ und in Großbuchstaben bewirbt man die Regeländerung mit: EBAY WIRD NOCH SICHERER
„Deshalb können ab dem 25. Februar 2010 Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten nur dann Artikel einstellen, wenn sie PayPal als Zahlungsmethode anbieten. Damit erhöhen Sie die Anzahl möglicher Käufer und entsprechend auch Ihre Verkaufschancen.“ (eBay-Seite zum Thema)
Toll denkt man! Möglicherweise wird einem erst auf den zweiten Blick klar, dass es vorrangig um die Zwangseinführung der PayPal-Bezahlmethode geht, die bekanntermaßen für Verkäufer kostenpflichtig ist und nur einen Vorteil hat und zwar mehr Einnahmen für eBay. Und wieviele Gelegenheitsverkäufer haben schon 50 Bewertungspunkte?
Edit: Auch im eBay-Forum kommt die Neuerung eher schlecht an. Mal sehen wie lange es den Thread so noch geben wird.
Jahrelang zu hohe Gebühren gezahlt?
Haben viele Mönchengladbacher jahrelang zu viele Gebühren fürs Trinkwasser an die Niederrheinische Versorgung und Verkehr (NVV AG) gezahlt? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich ein Beitrag in der ARD-Sendung Plusminus vom 21. Juli 2009.
Prüfungen durch einen Sachverständigen haben nicht nur ergeben, dass oftmals zu große Zähler eingebaut wurden (QN 6 m³/h), welche jährlich mehr Grundgebühr kosten, sondern auch, dass diese überdimensionierten Zähler Messabweichungen und somit Mehrkosten mit sich bringen, wenn Sie in Häusern mit zu wenigen Wohneinheiten oder gar Einfamilienhäusern eingebaut sind. Die „Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches“ empfiehlt die Nutzung der Zähler QN 6m³/h erst ab 31 oder mehr Wohneinheiten, doch dieser Empfehlung ist möglicherweise vielfach nicht nachgekommen worden.
"Wir prüfen in diesen Fällen gerade, ob Berechnungsfehler vorliegen", sagt Reiner Zielonka, NVV-Abteilungleiter und Prüfstellenleiter. (rp-online.de)
In jedem Fall sollte man sich den Gang in den Keller nicht sparen und prüfen, ob man einen solchen - zu großen - Wasserzähler eingebaut hat. Ggf. lohnt es sich also einen kleineren Zähler einbauen zu lassen. Einen Musterbrief für einen Zählerwechsel stellt Plusminus gleich mit zur Verfügung.
Schadensersatz für jahrelang zu viel gezahlte Gebühren gibt es allerdings nicht, wie Zielonka sagt. Denn im Laufe der Jahre könne sich viel an Haus und Wasserinstallation geändert haben. (rp-online.de)
Das ist ja mal eine traumhafte Begründung. Hoffentlich befassen sich mit dem Fall bald die Gerichte und führen eine positive Entscheidung für die geschädigten Verbraucher herbei.
Bündnis 90/Die Grünen nutzt den Vorfall für den laufenden Kommunalwahlkampf und fordert ausdrücklich Aufklärung!
Die Nachrichten
Ich habe gerade einen Blogeintrag gelesen, der die derzeitige journalistische, durchaus traurige Situation sehr gut wiedergibt. Man kann dem eigentlich nichts mehr hinzufügen.
Besonders hervorheben möchte ich diese Passage
Stattdessen ein Bericht über ein “Twitter”, wo Menschen, die überwiegend nicht einmal Journalisten sind, substanzlose Gerüchte austauschen und es sogar wagen, unsere Berichterstattung zu kritisieren. Dieser Pöbel im “Internet” - die haben ja keine Ahnung, was Qualitätsjournalismus ist.
Und wer stößt ins selbe Horn? Natürlich der Stern!
Der Amoklauf von Winnenden fand auch live bei Twitter und anderen sozialen Netzwerken statt. Das zeigt deutlich: Egal, wo etwas Dramatisches passiert: Der Jedermann-Journalismus bringt Nachrichten sofort ins Internet. Ohne Rücksicht auf Rechte und Verluste. (zum Stern-Artikel)
Da ist der Stern natürlich vieeeel feinfühliger. Die würden sowas niemals tun: Stern twittert über den Amoklauf (via)
CityVision ab morgen auf Sendung
CityVision, der neue Lokalsender für Mönchengladbach und Umgebung, geht ab morgen 16Uhr auf Sendung. Wer sich schon einmal vorab über das Programm informieren möchte kann dies auf der Website des Senders tun. Ein Trailer ist bereits online.
CityVision ist im Kabelfernsehen empfangbar und teilt sich den Sendeplatz mit Sonnenklar.TV.
Updates (19. Januar)
16.26 Uhr: Der Start scheint sich zu verschieben. Seit 16 Uhr läuft der altbekannte Werbe-Trailer, aber leider nicht mehr.
16.27 Uhr: Es läuft nichts mehr. Der ganze Bildschirm ist schwarz.
16.32 Uhr: Der Werbe-Trailer ist wieder da...
17.08 Uhr: Ein Senderlogo ist in der linken oberen Bildecke zu sehen. Weiterhin „erfreut“ uns der Dauer-Werbe-Trailer.
18.00 Uhr: Es geht los! Norbert Bude gab um 18.00 Uhr den Startschuss. War das so geplant?
Internet-Filter (Update)
Der von der Bundesregierung geplante Internet-Filter gegen kinderpornografische Webseiten wird von den Providern nur bei klarer rechtlicher Grundlage implementiert. Diese Grundlage gibt es noch nicht. Mal abwarten, wie das weitergeht.
Update: Auch das „Handelsblatt“ hat zum Thema Internet-Filter einen netten Artikel
Chickenburger wieder billiger
Seit dem 15.01.2009, allerdings nur „für begrenzte Zeit“, ist laut McDonald's der Chickenburger wieder im „Ein mal eins“ erhältlich. Ende 2007 wurde der Chickenburger eben aus diesem Programm herausgenommen. Die Kritik, vor allem im Internet, war groß. Angeblich wird er deswegen nun wieder für einen Euro erhältlich sein.
Ackermann erleidet Schwächeanfall
Nach der Bekanntgabe des 4-Milliarden-Euro-Verlustes der Deutschen Bank für das abgelaufene Jahr, ist dem Vorstandsvorsitzenden der Dt. Bank, Josef Ackermann, schlecht geworden.
Für mich kein Wunder nach solchen Neuigkeiten. Mal gucken, wann die Dt. Bank Hilfe vom SoFFin braucht. Oder ist Herr Ackermann doch nicht bereit auf sein Millionen-Gehalt zu verzichten? Dennoch: Gute Besserung!
Internet-Filter beschlossene Sache
Frau von der Leyen setzt ihren Willen wohl durch, wie im Stern zu lesen ist: „,Noch in dieser Legislaturperiode’ werde der von ihr geforderte Filter für kinderpornografische Inhalte umgesetzt.“ Kinderpornografische Bilder sind in der Regel nicht frei, öffentlich und längerfristig verfügbar, erklärt Alvar C.H. Freude auf seinem Blog. Es bleibt also abzuwarten ob und für welche Zwecke dieser Filter (durch das BKA) missbraucht wird.
„Dazu soll das Bundeskriminalamt künftig regelmäßig die Kinderporno-Angebote im Internet aufspüren und täglich aktuelle Listen mit den zu sperrenden Seiten den Anbietern melden.“, heißt es im Stern-Artikel weiter.
Kinderpornografie ist etwas unglaublich abscheuliches, aber auf diese Weise den 99,9% anständigen Internetnutzern einen vermeintlichen Kinderporno-Filter unterzujubeln ist nicht minder pervers. Die beim BKA für den Filter eingesetzten Personen sollte man lieber zur Aufklärung der Mißbrauchsfälle bestellen, nicht aber um einen Filter aktuell zu halten, den man, wenn man es darauf anlegt, ganz einfach umgehen könnte.